News und Aktuelles

Hinterhältige Schmerzen therapieren

Oktober 2016

Schmerzen sind immer unangenehm. Doch besonders hinterhältig sind Schmerzen dann, wenn sie an einer ganz anderen Stelle ausgelöst werden, als sie spürbar sind.

Die Ursache für Kopfweh kann beispielsweise in der Nacken- oder Halsmuskulatur liegen. Für Fussschmerz können Gesässmuskeln oder die Waden der Ausgangspunkt sein. „Wir Fachleute sprechen dann von myofaszialen Schmerzen“, erklärt Jutta Affolter, Geschäftsführerin von Provital.

Wird die Muskulatur überlastet oder überdehnt, etwa durch zu intensives Training oder durch eine falsche Körperhaltung, verändert sie sich. Diese Veränderungen können Physiotherapeutinnen ertasten. „Wird dieser so genannte Hartspannstrang oder Triggerpunkt behandelt, verschwindet auch der Schmerz“, erklärt Affolter. Je nach Befund wird der Triggerpunkt mit den Fingern, mit einem Holzstäbchen – um die Finger der Therapeutin zu schonen – oder mit Nadeln behandelt. Kommen Nadeln zum Einsatz spricht man von Dry needling. Es werden verschiedene Techniken angewandt oder auch kombiniert.

Ziel der Behandlung ist zudem, die Durchblutung der Muskulatur zu verbessern und diese zu kräftigen. „Manchmal ist es möglich und hilfreich, wenn wir einem Patienten zeigen, wie sie oder er selber eine einfache Triggerpunktbehandlung durchführen kann“, sagt Affolter. Dazu gehören das Dehnen und Kräftigen der Muskulatur.

„Doch am besten ist immer noch, es gar nicht so weit kommen zu lassen.“ Affolter empfiehlt regelmässiges Dehnen, gezieltes Stärken aller Muskeln und viel Bewegung – auch am Arbeitsplatz.

http://www.provital.ch/aktuell/hinterhaeltige-schmerzen-therapieren