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Pausen gehören zum Training

Mai 2016

Cornelia Müller ist Sport-Physiotherapeutin bei Provital. Im Interview erklärt sie, wie man sinnvoll trainiert und warum es als Sportler gut ist, die PECH-Regel zu kennen.

Wann kommt ein Sportler oder eine Sportlerin zu Ihnen als Sport-Physiotherapeutin?
Cornelia Müller: In der Praxis melden sich Sportler nach akuten Verletzungen oder wegen chronischer Schmerzen. Viele Hobby-Sportlerinnen und -Sportler überfordern ihren Körper oder schaffen nicht den nötigen Ausgleich. Zu viel Ehrgeiz oder zu starkes Engagement beispielsweise in einem Match kann mit Verletzungen enden.

Was wäre besser? Anders gefragt: wie trainiere ich richtig?
Ein Ausgleichstraining beispielsweise in Form von Krafttraining. Dabei sollten vor allem Bauch und Rücken, also der Rumpf, gezielt gestärkt werden. Wer sein Leistungsniveau halten will, sollte zweimal wöchentlich seine Kraft trainieren. Wer das Leistungsniveau steigern will, muss dreimal wöchentlich ein Aufbautraining absolvieren. Bei jedem Training braucht es gezielte Anreize für die Muskeln. Ruhepausen braucht es zwischen den Trainings. Sie sind mindestens so wichtig wie das Training selber.

Was sind die Hauptgebiete, in denen Sport-Physiotherapeuten tätig sind?
Wir Sport-Physiotherapeuten sind spezialisiert auf die Behandlung von akuten und chronischen Sportverletzungen, auf die Prävention von Verletzungen und auf die Beratung über Aufbau des Trainings, Leistungssteigerung etc. Bei Provital stehen Behandlung und im späteren Verlauf Prävention im Vordergrund.

Wie verhalte ich mich bei einer akuten Sportverletzung korrekt?
Cornelia Müller: Es hilft ein Vorgehen nach der PECH-Regel: P steht für Pause, E für Eis, also kühlen. C meint Compression, damit es nicht zu einer übermässigen Schwellung kommt. H bedeutet hochlagern.

Wie geht es nach der Akutphase weiter?
Nach den ersten drei bis fünf Tagen ist es wichtig, in Bewegung zu bleiben, ohne das verletzte Körperteil zu überlasten. Bei einer wochenlangen Trainingspause dekonditioniert der Körper. Darum ist es wichtig, nicht verletzte Körperteile zu trainieren. Also zum Beispiel Arm- und Rumpftraining bei Beinverletzungen.

Wann haben Sie sich zuletzt beim Sport verletzt? Und wie haben Sie sich behandelt?
Die letzte Verletzung liegt sicher zwei Jahre zurück. Ich habe beim Unihockey-Spiel einen Zweikampf verloren und mir dabei meinen Fuss vertreten. Zu Beginn habe ich mich an die PECH-Regel gehalten, danach einen Belastungsaufbau absolviert.

http://www.provital.ch/aktuell/pausen-gehoeren-zum-training